Was ist eigentlich eine Steel- Pan?

steel-drumEine Steel-Pan? Ist das nicht so ein weichgeklopftes, altes Ölfass?

Ja, fast. Wenn man in die Karibik fliegt, verbindet man damit automatisch die Klänge der Steel-Pan. Oft ist auch der amerikanische Name Steel-Drum verbreitet. Früher waren drei Töne Standard, heute sind es viele mehr. Es gibt nichts, was man nicht auf einer Steel-Pan spielen könnte. Doch was ist eigentlich so eine Steel-Pan genau?

Entstanden ist sie um 1930 auf Trinidad. Den Einwohnern (meist mit afrikanischen Wurzeln) war es durch die Briten verboten worden, auf afrikanischen Instrumenten zu trommeln. Also suchten sie nach Ersatz. Frei nach dem Motto „wir lassen uns Musik nicht verbieten“, suchten sie nach einer Lösung.

Bedingt durch die große Ölförderung, gab es viele ausrangierte Ölfässer auf der Insel. Wie immer, wurde Abfall nicht entsorgt, sondern einfach zurückgelassen. Was lag da näher als aus den Fässern Instrumente zu bauen?

Die Fässer gab es dort wie Sand am Meer und so wurden aus alten Ölfässern Musikinstrumente. Der Weg der Steel-Pan nahm seinen Lauf. Sie wurde über die Jahre immer weiter entwickelt, die Anordnung der Tonfelder optimiert.

Auf Trinidad ist die Steel-Pan heute Nationalinstrument. Mehr Informationen gibt es bei Wikipedia.

Wie so eine Steel-Pan gebaut wird, zeigen diese Videos:

https://www.youtube.com/watch?v=mQu5Unc_TNY

https://www.youtube.com/watch?v=EOsBaFHkaTw

Es gibt viele weitere Quellen mit Infos zum Bau einer Steel-Pan:

http://www.sticks.de/lessons/steel-drum-selber-bauen/

http://www.ecs-steeldrums.de/index_4_21.html

Bilder über die Anordnung der Tonfelder gibt es zum Beispiel hier:

steel-pan

Je nach Ausführung, sind die Tonfelder unterschiedlich angeordnet. Da Steel-Pan’s in Handarbeit hergestellt werden, klingen sie zudem immer unterschiedlich und individuell. Aus der Steel-Pan entstanden viele weitere Ideen, zum Beispiel die Gombadrum oder auch die Hang von Panart.

Es gibt auch ein sehr umfassendes Handbuch zum Bau einer Steel Pan, in englisch von Ulf Kronman geschrieben. Dies kann man kostenlos hier herunterladen:

http://stockholmsteelband.se/pan/tuning/pdf/pantuning.pdf

Viel mehr an Infos und besser beschrieben als in dem Buch, kann man es im Internet gar nicht bekommen. Das Buch ist wirklich detailliert und umfangreich zu den einzelnen Schritten geschrieben.

Meiner Meinung nach kann man die Steel-Pan nicht besser beschreiben, da hier jedes Thema von Anfang bis Ende wirklich ausführlich beschrieben ist, sogar das „Stimmen“ wird ausführlich beschrieben. Bis zum ersten brauchbaren Instrument benötigt man wohl 5 Versuche, für ein richtig gutes Instrument benötigt man wohl 5 bis 10 JAHRE Erfahrung.

Die Steel-Pan gehört nicht zu den Percussion-Instrumenten. Auf Trinidad kann zu Karneval-Zeiten ein Steel-Orchester auch schon einmal hundert Leute umfassen.

Natürlich konnte sich auch das Land des Reggae dem nicht entziehen. Auf Jamaica ist neben dem Reggae die Steel-Pan und der Sound der Steel-Pan weit verbreitet. Die Steel-Pan hat es geschafft, dass die gesamte Karibik mit dem Sound der Steel-Pan verbunden ist.

Was am Ende dabei heraus kommt ist zum Beispiel so etwas:

Silver Birds – ein Steel Orchesta ansässig auf Jamaica.

Steel-Pan selber bauen

Ricks Cafe, Jamaica

Das Video gibt leider nicht annähernd her, wie gut und stark die Live-Performance der Silver Birds ist.

Genauso wie man einmal im Leben in Ricks-Cafe auf Jamaica gewesen sein muss, genauso muss man die Silver-Birds einmal im Leben live gesehen haben.

Die Homepage der Silver Birds: www.silverbirdsentertainment.com

Not macht erfinderisch!

Was lernt man aus der Geschichte der Steel-Pan? Es gibt viele Instrumente, die noch gar nicht erfunden wurden. Ein Objekt, was in großer Zahl verfügbar ist, wird in der Not zu einem Instrument und beginnt einen Siegeszug durch die ganze Welt.

Die Menschen haben immer aus den verschiedensten Dingen Instrumente gebaut, meistens aus den Gegebenheiten vor Ort. Kreativität lässt sich nicht stoppen.

Frei nach dem Motto: „ist das Müll oder baust du da noch ein Instrument draus“, lässt sich aus vielem ein Musikinstrument bauen.

Aber wie komme ich günstig an so ein Ölfass oder anderes Material?

Wenn du dich ein bisschen umhörst, findest du bestimmt eine Firma in deiner Nähe, die Metallfässer verwendet. Bei uns in der Nähe gibt es eine Firma, die machen im großen Stil Geschmacksstoffe und transportieren das in Fässern. Aufgrund der hohen Anforderungen an an den Transport von Lebensmitteln, werden diese Fässer frühzeitig wieder aussortiert.

Als Mitarbeiter kann man die Fässer dort zum Stückpreis von 3€ kaufen. Wenn du jemanden kennst, der dort arbeitet, kommst du für kleines Geld an sehr gut erhaltene Fässer. Bedingt durch den Lebensmitteleinsatz musst du dir dann auch keine Gedanken um giftige Stoffe machen.

Ein Ölfass müsstest du abbrennen, was ich mir in Deutschland aufgrund der Umweltauflagen eher schwierig vorstelle. Fässer aus der Lebensmittelindustrie haben dieses Problem nicht.

Du musst dich also nur etwas umhören und du wirst immer neues Material für deine Projekte finden. Natürlich kannst du Fässer auch beispielsweise bei ebay ersteigern. Die Preise liegen aber ein vielfaches über dem, was du für dein Projekt ausgeben möchtest.

Egal was du an Material für dein Projekt benötigst, es gibt bestimmt jemanden, der dieses als industrielles Abfallprodukt loswerden möchte. Du musst dich nur etwas umhören und recherchieren.

Auf diesem Weg kannst du eine Menge Geld sparen bei der Verwirklichung deiner Projekte.

Mir fehlt noch die passende Idee

Das habe ich auch immer gedacht. Wenn man sich aber ein bisschen damit beschäftigt, findet man über Google immer wieder neue Ideen. Viele davon können verbessert werden, oder geben einfach nur Impulse für neues.

Such dir Anregungen. Hier in diesem Blog findest du schon einige. Wenn du meinen Quellen nachgehst, wirst du weitere finden. Du hältst das gesamte Wissen der Menschheit  mit dem Smartphone in deiner Hand.

Mir hilft die Google Bilder Suche viel bei der Suche nach neuen Ideen. Wenn du erst einmal ein Bild gefunden hast was dich interessiert, findest du auch Text dazu.

Du siehst, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Ich habe eine Seite, wo ich Anleitungen teilweise aus Selbstversuchen, teilweise aus Fundstücken des Internets zusammen getragen habe. Vielleicht ist da ja etwas interessantes für dich dabei:

Musikinstrumentenbau

Sei kreativ 🙂

Frank Jones

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